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Technik bremst Aufholjagd

Wenn jedes Rennen so enden würde wie der vergangene Meisterschaftslauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) am 08. April 2017, würde der junge Teamchef Thomas Kappeler aus Bad Saulgau, bald viele graue Haare kriegen. Nach einem durchwachsendem Training und einer Aufholjagd seinesgleichen, quittierte nach gut einer Rennstunde die Technik ihren Dienst.

Am Morgen des Renntages schaute man zufrieden gen Himmel. Sonnenschein. Schon einmal gute Vorzeichen für das Rennen. Die Technikcrew hatte in der Nacht das Auto gründlich durchgecheckt und noch an der einen oder anderen Fahrwerksschraube gedreht. Alles schien perfekt.

Um 08.30 Uhr begann das über neunzig Minuten angesetzte Training. Die Fahrer Thomas Kappeler (Bad Saulgau), Willy Hüppi (Schweiz), Harald Hennes (Eschweiler) sowie Thomas Gerling (Uchte) versuchten ihr Glück eine gute Rundenzeit zu erzielen. Mit einem fünften Startplatz war das kleine Team zwar nicht perfekt, aber dennoch gut aufgestellt denn die Konkurrenz stand in Sichtweite.

Wie jedes Rennen in der VLN schaltete die Startampel pünktlich um 12.00 Uhr auf grün. Bereits im ersten Wertungslauf zur Langstreckenmeisterschaft 2017 vertraute Kappeler Motorsport auf Thomas Gerling als Startfahrer. Er gaste auch mächtig an. Die Reifen machten ihre Sache gut. Das Auto hatte den nötigen Speed und der aus Niedersachsen stammende Gerling war voller Motivation. Während seines Stints fuhr er den weiß-blauen Porsche mit der Startnummer 90 auf Rang drei vor. Auf diesem Platz übergab er das Auto beim planmäßigen Boxenstopp an Willy Hüppi. Hüppi legte sich mächtig ins Zeug um die begonnene Aufholjagd weiterzuführen. Leider nicht lange. Nach einer Renndauer von einer Stunde, versagte der Antrieb des Porsches seinen Dienst. Hüppi berichtete davon, dass er keine Gänge mehr schalten konnte. Er schleppte den Porsche noch in die Box wo das Team nach einem kurzen Reparaturversuch das Fahrzeug enttäuscht aus dem Rennen nahm. Harald Hennes und Thomas Kappeler kamen somit am Renntag nicht mehr zum Einsatz.

Teamchef Thomas Kappeler: „Leider mussten wir den Porsche vorzeitig abstellen da der Getriebeflansch gebrochen ist. Die sensationelle Aufholjagd von Thomas Gerling hat wohl Ihre Spuren hinterlassen. Die Enormen Kräfte durch die Rennreifen geben bei extremer Fahrweise unglaubliche Kräfte an das Getriebe weiter. Dies wurde uns leider zum Verhängnis!

Wir bereiten uns nun auf das 24h Rennen vor und versuchen bis dahin alle möglichen Fehlerquellen auszuschließen!“

 

Das nächste Rennen, an dem Kappeler Motorsport an den Start gehen wird, ist das Saisonhighlight. 24h Vollgas durch die grüne Hölle, dem Nürburgring. Das Team wird alles geben und so viele Rennrunden wie möglich absolvieren. Denn jede gefahrene Rennrunde des Schwabenporsches wird in Euro umgerechnet und geht als Spende an den Deutschen Kinderschutzbund e.V. Das Team freut sich auf diese besondere  Aufgabe. Nicht umsonst steht groß auf dem Porsche: „Wir fahren für Kinder“.

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