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Nur Pech in dieser Saison?

Kappeler Motorsport (Bad Saulgau) meldete sich zum sechs Stunden Rennen am 19. August 2017 wieder bei der Langstreckenserie Nürburgring (VLN) zurück. Nach dem 24 Stunden Rennen im Mai setzte die kleine Truppe zwei Rennen aus. Motiviert reiste das Team nach der Sommerpause in die Eifel. Doch die Zielflagge sahen die Männer aus der Kurstadt nicht. Da fragte sich der Teamchef: „Haben wir bisher nur Pech in dieser Saison?“

Thomas Kappeler, Teamchef vom gleichnamigen Motorsport-Team, hat in den vergangenen zwei Jahren viele Erfolge mit seinem Team eingefahren. Viele Podiumsplätze und zwei Meisterschaften in Folge stehen zu Buche. Doch dieses Jahr scheint es die Glücksgöttin Fortuna nicht gut mit ihnen zu meinen. Das Jahr fing doch mit einem zweiten Platz gut an. Wobei ein klemmendes Gaspedal eine bessere Platzierung verhinderte. Beim zweiten Lauf verabschiedete sich das Getriebe. Mit einer frisch instandgesetzten Schaltbox nahm man die 24h Stunden Hatz in Angriff. Bevor in diesem Rennen die neue Schaltbox ihren Dienst einstellte, kämpfte die Truppe nicht nur mit den Kontrahenten, sondern auch mit Defekten.

Während der selbstverordneten zwei Rennen Pause, dachte man zum sechs Stunden Rennen jetzt den Defektteufel vertrieben zu haben. Das Rennwochenende begann auch recht vielversprechend. Während des 90 Minütigen Trainings um die besten Startplätze, erreichte man den dritten Platz. Das Auto fühlte sich gut an und machte keinerlei zicken.

Am Rennsamstag um 12.00 Uhr setzte Startfahrer Thomas Gerling (Uchte) sein Können unter Beweis. Bereits in der ersten Kurve galt es eine Kollision zu verhindern. Gekonnt lenkte er den Porsche durch die Gefahrenstelle. Durch dieses Geschehen verlor er ein paar Plätze, holte sich während seines Einsatzes den dritten Platz wieder zurück. Planmäßig steuerte er die Box an und übergab das Auto an Willy Hüppi (Schweiz). Hier sollte das Drama beginnen. Willy nahm im Schalensitz des Porsche 911 GT3 Cup Platz. Schnallte sich an und wartete auf das GO. Leider stellte die Crew beim Reifenwechsel an der hinteren Radaufhängung ein Problem fest. Statt auf die Rennstrecke zu fahren, schob man Willy, samt dem Auto rückwärts in die Box. Das Mechaniker Team wechselte so schnell es ging die defekten Teile aus. Der Schweiß ran den Monteuren von der Stirn. Nach etwas mehr als einer 30 Minütigen Reparatur verließ Willy mit dem Porsche, unter den Blicken zahlreicher Zuschauer, die Box 16. Bereits nach einer Runde kam das Fahrzeug wieder in die Boxengasse vorgefahren.

Das Team entschied sich das Fahrzeug mit der Startnummer 90 aus dem Rennen zu nehmen. Enttäuscht verstaute man sein Equipment und reiste nach Hause. Thomas Kappeler kam nicht zum Renneinsatz.

Teamchef Thomas Kappeler: „Es ist dieses Jahr wohl nicht unser Jahr. Wir haben mit Defekten zu kämpfen die bisher so bei keinem anderen Porsche aufgetreten sind. Im Motorsport muss man mit allem rechnen, aber diese Häufigkeit ist schon merkwürdig. Wir werden jetzt die nächsten Tage das Auto noch gründlicher als sonst auf den Kopf stellen und alles genauestens unter die Lupe nehmen. Wir schauen nach vorne und freuen uns schon auf den nächsten Einsatz.“

Am ersten September Wochenende reist die Mannschaft wieder in die Eifel.

 

Text: Daniel Peter / presse@kappeler-motorsport.de

Foto(s): Daniel Peter

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